Beilegung der Arbeitsstreite

Feb, 01 2020

Konflikte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber können bei jedem Unternehmen erscheinen. Dabei haben beide Parteien das Recht, Ihre Interessen auf alle Arten zu verteidigen, die nicht gesetzlich verboten sind. Die Ursache davon können sowohl Rechtverletzungen und Missverständnisse als auch falsche Einschätzung der Situation dienen. Bei der Beilegung von Arbeitsstreitigkeiten sind qualifizierte Anwälte beschäftigt. Sie beraten Arbeitnehmer und Arbeitgeber, suchen nach Möglichkeiten, den Konflikt vorgerichtlich zu lösen, stellen Papiere aus und vertreten die Interessen des Kunden vor Gericht.

Wenn die Beilegung der Arbeitsstreite notwendig ist

Rechtsanwälte für die Lösung von Arbeitsstreitigkeiten beschäftigen sich mit Konflikten zwischen dem Arbeitnehmer und der Verwaltung des Unternehmens, in dem er eingeschrieben ist. Eine Konfliktsituation kann aufgrund der Rechtverletzungen des Mitarbeiters oder der Nichterfüllung seiner Pflichten auftreten. In der juristischen Praxis ist es üblich, die Ursachen von Konflikten in mehrere Kategorien zu unterteilen:

  • wirtschaftliche;
  • soziale;
  • juridische.

Oft führen mehrere Faktoren zur Notwendigkeit, Arbeitsstreitigkeiten zu lösen. Zum Beispiel können Ungenauigkeiten in den statutarischen Dokumenten des Unternehmens oder finanzielle Schwierigkeiten des Unternehmens als Ursache für Konflikte zwischen den Mitarbeitern und dem Leiter des Unternehmens dienen. Es sind zwei Arten von Konflikten zu unterscheiden:

  • individuelle – in diesem Fall sind die Interessen der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens betroffen;
  • kollektive – das gesamte Kollektiv oder seine einzelnen Abteilungen nehmen an den Verfahren Teil.

Auch werden Meinungsverschiedenheiten nach Art und Gegenstand des Konflikts, nach Verletzungen der Arbeitsbeziehungen und nach Möglichkeiten zur Beilegung von Arbeitsstreitigkeiten klassifiziert.

Arten der Beilegung von individuellen Arbeitsstreitigkeiten

Man unterscheidet zwei Haupttypen der Beilegung der Arbeitsstreitigkeiten: auf dem klagewege und nicht auf dem klagewege. Im letzteren Fall wird nicht auf gerichtliche Hilfe zurückgegriffen. In diesem Fall werden die Konflikte durch Verhandlungen mit dem Arbeitgeber, der Verwaltung oder durch eine spezielle Kommission gelöst.

Wenn die Meinungsverschiedenheiten in solcher Weise nicht beigelegt werden können, wird eine Klage eingereicht. Bei Gericht eine Klage erheben kann sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber. Mitarbeiter haben das Recht, innerhalb von drei Monaten nach Bekanntwerden des Vergehens oder innerhalb eines Monats im Falle einer Kündigung Klagen zu stellen. Für Arbeitgeber beträgt die Frist ein Jahr.

Bevor Sie sich an Gericht wenden, sollten Sie auf die Hilfe eines Anwalts zurückgreifen. Er wird die Beschwerde richtig machen und sicherstellen, dass alle notwendigen Papiere beigefügt wurden. Mit der Hilfe eines Spezialisten steigen die Chancen erheblich, den Konflikt zu Ihren Gunsten beizulegen.

Prozedur der Beilegung von individuellen Arbeitsstreiten

Das Verfahren zur Beilegung von individuellen oder kollektiven Arbeitsstreiten bestimmt das Arbeitsgesetzbuch: Art. 381, 382-388. Auch stützt sich die Rechtspraxis auf andere föderale Gesetze bei der Aufklärung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Damit aus der Sicht des Gesetzes der Konflikt individuell war, muss er sich mit Fragen der Anwendung der Gesetzgebung und der Rechtsakte, des Vertrags, der Arbeitsbedingungen befassen. Die Konfliktparteien müssen in einem Arbeitsverhältnis sein, oder eine der Parteien muss den Wunsch äußern, in eine solche Beziehung einzutreten.

Individuelle Streiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern werden von Sonderkommissionen oder Gerichten behandelt. Die Kommission wird auf Antrag einer der Parteien gebildet, einschließlich Gewerkschaften, Einzelunternehmer oder Organisationen. Die Kommission sollte Vertreter des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers enthalten, wobei die Anzahl der Teilnehmer auf beiden Seiten gleich sein sollte. Die Parteien haben 10 Tage nach Erhalt der schriftlichen Mitteilung, um ihre Vertreter zur Teilnahme an der Beilegung des Arbeitsstreits zu entsenden.

Die Vertreter des Arbeitgebers werden vom Management ernannt, wobei die Personen, die am Prozess seitens des Arbeitnehmers teilnehmen, von der Hauptversammlung der Mitarbeiter bestimmt werden. Durch die Entscheidung der Mitarbeiter kann eine Kommission innerhalb der Organisation selbst gebildet werden, die am Konflikt beteiligt ist. Der Kommission steht ein eigenes Siegel zu, und die Bereitstellung von Raum und technischen Möglichkeiten für die Arbeit der Versammlung muss der Arbeitgeber besorgen. Außerdem wählt die Kommission den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter und den Sekretär.

Art. 387 des Arbeitsgesetzbuchs legt das Verfahren für die Behandlung von Konflikten durch die Kommission fest:

  • der Arbeitnehmer reicht den Antrag ein, er wird dann registriert;
  •  innerhalb von 10 Tagen nach der Einreichung des Antrags behandelt ihn die Versammlung in Anwesenheit des Arbeitnehmers oder seines Vertreters;
  • Behandlung ohne Anwesenheit des Arbeitnehmers kann nur mit einer entsprechenden schriftlichen Erklärung folgen;
  • wenn die Parteien nicht erschienen sind, wird die Behandlung des Konflikts verschoben;
  • bei einem erneuten Nichterscheinen der Parteien ohne triftigen Grund kann die Behandlung des Antrags storniert werden;
  • die Kommission hat das Recht, Zeugen und Experten heranzuziehen, und der Arbeitgeber ist verpflichtet, das durch die Vorlage der erforderlichen Dokumente zu unterstützen;
  • mindestens die Hälfte der Teilnehmer jeder Partei, die an der Beilegung des Arbeitsstreits teilnimmt, muss an der Sitzung teilnehmen, damit die Versammlung als berechtigt angesehen wird;
  • in den Sitzungen führt der Sekretär ein Protokoll, das am Ende vom Vorsitzenden und dem Stellvertreter unterzeichnet und mit einem Siegel bescheinigt wird.

Die Entscheidung, die von der Kommission getroffen wurde, muss in 10 Tagen ausgeführt werden. Diese Frist ist für die Berufung vorgesehen. Wenn keine der Parteien gegen die Entscheidung Berufung einlegt, gibt es drei Tage, um die Entscheidung durchzusetzen. Wenn dies nicht geschieht, erhält der Arbeitnehmer ein Zertifikat. Dies ist ein Vollstreckungstitel, mit dem sich ein Mitarbeiter an den Gerichtsvollzieher wenden kann. Wenn jedoch eine der Parteien die Lösung des Konflikts rechtzeitig vor Gericht gebracht hat, wird das Zertifikat nicht ausgestellt.

Wenn der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer die Entscheidungen der Kommission nicht befolgt hat, kann der Gerichtsvollzieher auf der Grundlage des Zertifikats die Entscheidung geltend machen. Gemäß dem Art.390 des Arbeitsgesetzbuches kann jedoch die Entscheidung gerichtlich innerhalb von 10 Tagen angefochten werden, nachdem die Parteien eine offizielle Kopie der Dokumente erhalten haben. Die Behandlung des Falls findet auch bei Gericht statt, wenn die Kommission den Antrag des Arbeiters innerhalb der gesetzlich vorgesehenen 10 Tage nicht behandelt hat.

Eine der Ursachen für individuelle Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ist die Entlassung und Versetzung in eine andere Position. Der Mitarbeiter kann solche Handlungen seitens des Managements für illegal halten, und dann wendet er sich an die Kommission oder löst das Problem vor Gericht. Wenn die Ansprüche des Mitarbeiters erfüllt werden, muss er das Durchschnittliche Gehalt für die Zeit der Zwangspause bezahlt oder die Lohndifferenz abdeckt werden, wenn der Mitarbeiter zu Unrecht in eine niedrigere Position versetzt wird. Auch die Behörde, die den Konflikt in Betracht gezogen hat, kann verlangen, die Formulierung der Entlassung zu ändern.

Wenn der Antrag vor Gericht behandelt wurde, und das Gericht hat eine Entscheidung über die Anerkennung der Entlassung illegal getroffen, aber erfordert keine Wiederherstellung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz, sondern nur die Änderung der Formulierung der Entlassung, sollte im Arbeitsbuch das Datum der Urteilsverkündung angegeben werden. Erst ab diesem Zeitpunkt kann der Arbeitnehmer als offiziell entlassen gelten. Darüber hinaus kann das Gericht mit Hilfe von kompetenten Anwälten eine Entschädigung für moralische Schäden vom Arbeitgeber verurteilen.

Dienstleistungen von VALEN

Die Anwaltskanzlei VALEN verschafft Beiwirkung bei dem Vorverfahren und dem gerichtlichen Verfahren zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Wir bieten eine vollständige Palette von Dienstleistungen an:

  • mündliche und schriftliche Beratungen über den entstandenen Konflikt und die Möglichkeiten seiner Lösung;
  • Expertise und rechtliche Analyse von Verträgen, lokalen Vorschriften, Bestellungen, amtlichen Anweisungen;
  • Vorhersage der Ergebnisse des Konflikts und rechtliche Bewertung möglicher Risiken;
  • Suche nach den vernünftigsten wegen, um das Problem zu lösen, und Ausarbeiten der fundierten rechtlichen Position;
  • Teilnahme am Verhandlungs- und Vorverfahrensprozess zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten;
  • Vertretung der Interessen des Kunden in der Arbeitsinspektion, Gericht;
  • Vorbereitung von Beschwerden, Ansprüchen, Erwiderungen.

Unser Anwalt für die Lösung von Arbeitsstreitigkeiten ist bereit, bei der Beilegung von individuellen und kollektiven Konflikten zu helfen und die Interessen des Kunden vor Gericht in jedem Stadium des Prozesses zu schützen. Um die juristische Unterstützung zu erhalten, kontaktieren Sie uns gerne mit einer der verfügbaren Methoden oder besuchen Sie das Büro von VALEN, mit einer telefonischen Vormerkung unter +7 (495) 7-888-096.

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