Analyse von Verträgen auf Steuerrisiken

Feb, 03 2020

Die unternehmerische Tätigkeit eines Unternehmens ist mit einer genauen Überwachung durch die Steuerbehörden verbunden. Daher ist es beim Abschluss von Transaktionen immer erforderlich, Dokumente sorgfältig auf die Anwesenheit von Steuerrisiken zu analysieren. Vor dem Vertragsabschluss sind folgende Voraussetzungen zu beachten:

  • Wirtschaftliche Berechtigung;
  • Integrität der Gegenpartei;
  • Technische Fehler;
  • Unstimmigkeit.

Wenn Sie die Verträge vor dem Geschaeftsschluss nicht auf Steuerrisiken analysieren, können Sie künftig zum Objekt staendiger Steuerprüfungen oder Rechtsstreitigkeiten mit Steuerbehörden, juristischen Personen und Einzelpersonen werden.

Wirtschaftliche Berechtigung

Die im Vertrag festgelegten Kosten sollen den Anforderungen von Artikel 252 des Steuergesetzbuches entsprechen. Eine der Hauptbedingungen besteht darin, die Ausgaben auf Aktivitäten zu lenken, die zu Einkommen führen. Ausserdem sollen sie gemäß den Anforderungen der geltenden Gesetzgebung dokumentiert werden.

Diese Bedingung ist besonders relevant für Unternehmen, die ein vereinfachtes Steuersystem verwenden, wobei als Steuerobjekt das um den Betrag der Ausgaben reduzierte Einkommen gilt. In diesem Fall werden bei der Festlegung der Steuerbemessungsgrundlage die in Art. 346.16  Punkt 1 des Steuergesetzbuches der Russischen Föderation genannten Aufwendungen berücksichtigt und die Liste dieser Kosten ist vollständig. Aufwendungen, die in diesem Artikel nicht aufgeführt sind, werden steuerlich nicht berücksichtigt.

Es gibt Ausgaben, die prinzipiell nicht steuerpflichtig sein duerfen – unabhängig vom geltenden Steuersystem. Sie sind in Artikel 270 des Steuergesetzbuches der Russischen Föderation aufgeführt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Dividenden;
  • Sozialkapital;
  • Beitraege fuer freiwillige Versicherung;
  • Geldstrafen usw.

Unstimmigkeit

Es ist wichtig, dass man im Vertrag seinen Gegenstand und Zweck klar angegeben hat und dass die Rechtsform des Dokuments mit dem wirtschaftlichen Inhalt übereinstimmt hatte. Wenn die Dokumentation nach Analyse und Bewertung des Vertrags Ungenauigkeiten enthält, müssen klarstellende Anlagen zum Vertrag vorbereitet werden.

Wenn die eingereichten Dokumente falsche oder widersprüchliche Informationen enthalten, kann dies als Grund für die Überprüfung von den Steuerbehörden dienen. Die Pruefkommission wird sicher feststellen, dass das Unternehmen keinen formellen Dokumentendurchlauf zur künstlichen Kostensteigerung geschaffen hat.

Ebenso ist es bei der Erstellung eines Vertrags zu beachten, alle Informationen im Text des Dokuments vollständig mit den in den Anlagen zum Vertrag und anderen Bestaetigungsunterlagen enthaltenen Angaben übereinstimmend lassen.

Technische Fehler

Um zusätzlichen bürokratischen Aufwand auszuschließen, bei Nachweisung der steuerliche Rechtfertigung von Kosten auftreten kann, sollte man technische Ungenauigkeiten bei der Vertragserstellung ausschliessen. Dazu gehören beispielsweise eine inkorrekte Angabe der Vertragsparteien, Bankverbindungen, Daten, Fristen, eine Liste aller im Vertrag genannten Anlagen usw.

Integrität der Gegenpartei

Um die Reputation des Geschäftspartners zu beurteilen und das Risiko vom Abschluss eines Vertrages mit einem unlauten Geschäftspartner zu minimieren, ist es notwendig:

  • Einen neuen Auszug aus dem EGRUL/EGRIP (Unified State Register of Legal Entities) zu bekommen, der bestätigt, dass die Gegenpartei ordnungsgemäß registriert und zum Zeitpunkt des Eingangs des Auszuges nicht abgemeldet ist.
  • Die Bilanz zum letzten Bilanzstichtag mit einem Stempel von Finanzamt zu analysieren. Laut Bilanz kann man feststellen, ob das Unternehmen die Berichte ordnungsmaessig einreicht, aktive Geschäftsaktivitäten durchführt und wie viel Geld zur Verfuegung hat.
  • Die Adresse des Unternehmensstandorts auf Massencharakter zu pruefen. Die Massenadresse ist eines der Hauptmerkmale von Eintagesunternehmen.
  • Den Direktor der Gegenpartei auf Aufnahme in das Register der disqualifizierten Personen zu pruefen. Die Disqualifikation ist eine verwaltungsrechtliche Bestrafung, wobei Einzelperson bestimmte Rechte verliert – zum Beispiel das Recht, Führungspositionen im Exekutivorgan der juristischen Person einzunehmen, in den Verwaltungsrat (Aufsichtsrat) einzutreten und unternehmerische Tätigkeiten zur Führung der juristischen Person durchzufuehren.
  • Die Rechtsstreitigkeiten zu ueberpruefen, an denen das Unternehmen teilgenommen hat. Die Überprüfung von Schiedsgerichten ist nicht nur wichtig, um die Sorgfaltspflicht des Steuerzahlers nachzuweisen, sondern auch, um Informationen über seinen Ruf als Unternehmen und die Art des Marktverhaltens zu erhalten.
  • Die Vollmaechte der Person zu ueberpruefen, die den Vertrag unterzeichnet.

Daher sollten alle Unternehmen beim Abschluss von Geschaeften auf das Problem der Steuerplanung im Bereich der Bewertung von Steuerrisiken mit voller Verantwortun eingehen.

VALEN verfügt über langjährige Erfahrung im Steuer- und Vertragsrecht. Unsere Anwälte beraten Sie in steuerlichen Fragen und führen eine detaillierte Analyse der Verträge für Steuerrisiken durch.

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