Liquidation einer juristischen Person oder eines Einzelunternehmers

Wenn Sie beschlossen haben, das Unternehmen zu schließen, ist es wichtig, dies richtig zu machen, um Schwierigkeiten mit der Finanzbehörde, den Banken und Geschaeftspartnern, mit denen Sie zusammengearbeitet haben, zu vermeiden.

Dieser Prozess heißt Liquidation der juristischen Person (er kann auch für einen Einzelunternehmer und eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung durchgeführt werden). Darunter ist es zu verstehen, dass das Unternehmen seine Tätigkeit vollständig beendet und alle Unterlagen in staatliche Archive übergeben, Konten aufgelöst und das Firmensiegel annuliert werden.

Wie dieser Prozess vor sich geht und welche Aspekte zu beachten sind, betrachten wir unten.

Etappen der Unternehmensliquidation

Der erste Schritt ist die Erstellung eines schriftlichen Antrages durch den Gesellschafter, in dem der Grund für die Beendigung der geschäftlichen Tätigkeit mitgeteilt wird. Dieser Antrag wird bei der zuständigen Behörde eingereicht, damit diese im staatlichen Register die Information einträgt, dass sich das Unternehmen in Liquidation befindet.

Der zweite Schritt ist die Bestellung einer Liquidationskommission oder eines Liquidators. Damit beschäftigen sich die Gesellschafter des Unternehmens. Sie legen auch die Frist fest, in der das Unternehmen liquidiert wird.

Der dritte Schritt ist die Bekanntmachung in den Medien. In den Massenmedien wird eine Notiz über die Liquidation der juristischen Person veröffentlicht. In der Regel wird diese Information im Anzeiger der staatlichen Registrierung (russ. Vestnik gosudarstvennoy registratsii) gegeben. Die Notiz muss unbedingt Angaben über Weise und Frist der Forderungsanmeldung durch die Gläubiger enthalten.

Der vierte Schritt bei der Liquidation juristischer Personen und Einzelunternehmer ist die Abrechnung der Schulden gegenüber Vertragspartnern und Gläubigern betreffend Pflichtzahlungen ins Budget. Dabei handelt es sich um Abführungen an Einrichtungen wie Finanzbehörde, Rentenfonds, gesetzlicher Krankenversicherungsfonds und Sozialversicherungsfonds sowie um die Tilgung von Schulden gegenüber Sponsoren, Investoren, Gläubigern und anderen Personen, die Finanzmittel für die Entwicklung Ihres Unternehmens zur Verfügung stellten.

Das ist eine von Hauptetappen, davon hängt der Unternehmensruf abt. Wenn die Schulden „abgeschrieben“ oder ihre Tilgung umgangen wird, kann sich der Prozess der Unternehmensliquidation wesentlich verzögern.

Nach Tilgung der Schulden wird eine Liquidationszwischenbilanz aufgestellt. Das wird gemacht, um zu verstehen, wieviel Geld auf dem Konto des Unternehmens verblieben ist. Ferner wird empfohlen, sich auf dieser Etappe vom Rentenfonds eine Bescheinigung ausstellen zu lassen, die bestätigt, dass Sie in regionalem Organ des russischen Rentenfonds alle erforderlichen Informationen vorgelegt haben.

Der fünfte Schritt ist die Entlassung des Personals, wenn vorhanden. Sie sollen die Arbeitsverträge kuendigen, die Lohnschulden begleichen, das Geschäftskonto schließen und das Siegel vernichten. Danach reicht die Liquidationskommission beim Finanzamt einige Unterlagen ein:

  • Antrag auf staatliche Registrierung der juristischen Person wegen der Liquidation. Er wird nach dem Vordruck Р16001
  • von den Gesellschaftern bestätigte Liquidationsbilanz

Beachten Sie, dass vom Zeitpunkt der Veröffentlichung der Notiz über die Liquidation der juristischen Person oder des Einzelunternehmers in den Massenmedien bis zur Aufstellung der Liquidationsbilanz mindestens zwei Monate vergehen. Gerade in diesem Zeitraum werden Steueraußenprüfungen durchgeführt.

Vom Zeitpunkt der Einreichung der Unterlagen beim Finanzamt müssen sechs Tage vergehen. Nach Ablauf dieser Frist erhalten Sie entweder die Bescheinigungen über die staatliche Eintragung der Liquidation der juristischen Person oder des Einzelunternehmers oder eine Ablehnung der Liquidation des Unternehmens mit Angabe der Gründe für die Ablehnung des Antrages.

Gründe für die Liquidation von juristischen Personen oder Einzelunternehmern

Es gibt die verschiedensten Gründe für die Liquidation eines Unternehmens: von fehlender Finanzierung bis zu verlorenem Interesse an einem konkreten  Geschaeftsbereich .

Ferner zählen zu den häufigsten Gründen für die Geschäftsaufgabe:

  • Insolvenz: Abfluss von Finanzmitteln oder Vertrauensverlust seitens der Investoren
  • Geschäftsumwandlung: Unternehmenserweiterung oder Übergang auf andere Geschäftsformate, z. B. Schließung eines Ladens und Eröffnung eines Online-Shops
  • Tod des Gründers oder dessen Übersiedlung in ein anderes Land

Es gibt zwei Arten der Beendigung der Tätigkeit eines Unternehmens:

  • freiwillig: wenn die Gesellschafter entscheiden, das Unternehmen zu schließen
  • zwangsweise: Die Gesellschaft erlischt auf Gerichtsentscheidung. In beiden Fällen jedoch wird das Unternehmen beim Rentenfonds und beim Sozialversicherungsfonds abgemeldet, und nach Tilgung der Schulden (sofern solche vorliegen) erhalten Sie vom Finanzamt (IFNS) eine Bescheinigung über die Auflösung des Unternehmens.

Die Hauptfrage, die sich Unternehmer auf dieser Etappe stellen, lautet: Genügt es, einfach die Beendigung der Geschäftstätigkeit bekannt zu geben und es dabei bewenden zu lassen? In diesem Fall wird das Unternehmen von der Finanzbehörde auf eigene Initiative liquidiert und den Gründern wird für drei Jahre verboten, neue Unternehmen anzumelden.

Wenn eine solche Aussicht nicht lockt, ist es besser, die Liquidation gesetzeskonform durchzuführen und die wesentlichen Richtlinien und Vorschriften einzuhalten.

Selbstständige Erledigung der Angelegenheit: Vor- und Nachteile

Die Liquidation einer juristischen Person (eines Einzelunternehmers) stellt einen aufwändigen Prozess dar. Neben der Sammlung der Unterlagen und Bestellung der Liquidationskommission ist mit den zuständigen Behörden zu kommunizieren.

In 80 % der Fälle verzögert sich der Liquidationsprozess. Die Gründe liegen in einer falschen Ausfertigung der Unterlagen oder in deren Einreichungsfristen bei den zuständigen Behörden.

Unsere Dienstleistungen

Wenn es für Sie wichtig ist, die Angelegenheit zeitgerecht zu erledigen, wenden Sie sich an unsere Kanzlei. Im Team von Valen sind qualifizierte Spezialisten tätig. Wenn Sie ihnen die erforderlichen Unterlagen übergeben, erhalten Sie nach Ablauf der gesetzten Frist die Bescheinigungen, die die Liquidation Ihres Unternehmens bestätigen.

Damit die Liquidation der juristischen Person (des Einzelunternehmers) reibungslos verläuft, übergeben Sie unseren Mitarbeitern bitte folgende Unterlagen:

  • Bescheinigung über die Anmeldung des Unternehmens beim Finanzamt; Satzung des Unternehmens (letzte Fassung)
  • Informationen über den Liquidator oder die Besetzung der Liquidationskommission mit Angabe der Daten des Vorsitzenden
  • Kopie des Personalausweises und Steueridentifikationsnummer (INN) des Liquidators oder Vorsitzenden der Liquidationskommission
  • Nach Überprüfung der Unterlagen und Analyse der Informationen über Ihr Unternehmen – Tätigkeitsbereiche und Gründe für die Liquidation – beginnt unser Team mit der Erledigung der Angelegenheit.

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